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erstmals gelang es angeblich dem Belgier Lodewyk van Berquem, im Jahre 1476 an Diamantkristalle, ebene Flächen zu schleifen und den Steinen damit ein funkelndes Aussehen zu verleihen. Allerdings gab es zu dieser Zeit, bereits in Indien und an anderen Orten, Diamantschleifer. Mit der Einführung moderner Werkzeuge Doppen mit Spannklauen und Pinole statt des alten Bleidoppens, wurden wesentlich präzisere Ergebnisse einfacher möglich. Marcel Tolkowski kreierte 1919 den noch heute gültigen Brillantschliff.


Im Bemühen Innenbrillanzund Streubrillanz zu harmonisieren, schuf W.F. Eppler 1939 den noch heute in Deutschland gültigen „Feinschliff“- Dieser schreibt folgende Proportionen vor: Taferdurchmesser: 56% des Steindurchmessers, die Oberteilhöhe 14.4%, die Unterteilhöhe 43,2%, die Gesamthöhe des Steins also 47,6% des Steindurchmessers. Eine Facette an der Kalette gibt es seitdem es nicht mehr, da die einzelnen Facetten des Unterteils nunmehr präzise auf einen Punkt hin geschliffen werden können. Interessant ist, dass in den verschiedenen Ländern unterschiedliche Bewertungsregeln für Brillanten gelten. Während der Tolkowskischliff in Amerika den Idealschliff und die Bewertungsgrundlage darstellt, ist es in Deutschland der Epplersche Feinschliff.


In Skandinavien ist es der Skandinavischer Standard-Brillant von 1968. Dieser ist in Skandinavien die Grundlage zur Graduierung. 1951 wurde ein weiterer Diamantschliff bekannt, der Parkerschliff. Vor allem in Antwerpen und Amsterdam wurde dieser Schliff angewendet. Aufgrund seines flachen Oberteils, sind diese Steine im Durchmesser erheblich größer, als z.B. Tolkowskibrillanten. Allerdings wirken sie trotz der hohen Lichtausbeute relativ tot, da ihnen das Farbenspiel durch eine wesentlich schwächere Dispersion weitgehend fehlt. Aus diesem Grund wird der Schliff heute nicht mehr angewendet. In den letzten Jahren haben sich nurmehr zwei Schliffarten herauskristallisiert: Der Tolkowskischliff und der Feinschliff.


Damit werden auch die Expertisen vergleichbarer, weil die angewendetet Beurteilungskriterien heute auf der ganzen Welt fast gleich, oder sogar identisch sind.