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Text: Ulrich Wehpke

Von draußen sieht Sie eigentlich enttäuschend aus. Ich hatte mir vorgenommen einmal eine richtige Goldschmiede zu besuchen, und nun stehe ich vor dem Haus - und: nichts. Ein einfaches Schild an der Wand: Ulrich Wehpke, Goldschmiedemeister, Von-Ketteler-Straße, Hausnummer 124, ein leerer Schaukasten, sonst nichts. Aber nun bin ich schon einmal da, und aufgeben will ich auch nicht. Also wird geklingelt, auf dem Schild steht Büro. Tatsächlich knackt es nach ein paar Sekunden irgendwo in der Tür und aus der Sprechanlage kommt ein Summton. Die Tür läßt sich öffnen, und ich blicke in einen kleinen, hellen, schmucklosen Flur. Rechts zwei Fahrräder, links eine Metalltür, ein Aufkleber mit der Aufschrift: Dieser Betrieb bildet aus. Das scheint dann also doch die richtige Adresse zu sein, und ich öffne die Tür mit dem Aufkleber.

Nun, was sich mir auftut ist eigentlich nichts Besonderes. Ein paar Bildschirme, eine Wand mit Aktenordnern, Schreibtische, Schränke, Kaffeegeruch, ein ganz normales Büro. Etwas eng vielleicht für die Menge der dort untergebrachten Dinge. Ein junger Mann, schlank, schlaksig, Kurzhaar, begrüßt mich freundlich. Ich hatte ihn erst gar nicht gesehen, auf einmal stand er vor mir. Zum Chef wollen Sie, ach, die Fischelner Woche, ja, von Ihnen hat er gesprochen, einen Moment bitte, ich geh` ihn holen. Und weg ist er. Nebenan klappert irgend ein Gerät gleichmäßig vor sich hin und im Hintergrund kommt eine Maschine lautstark auf Touren. Und nun kommt er, der Chef. Raumfüllend schiebt er sich durch die Tür, wuchtet seine mindestens zweieinhalb Zentner um einen Schreibtisch und steht nun freundlich grinsend vor mir: „Mojn, hab schon auf sie gewartet“, tönt es. Dabei schüttelt er mit Schraubstockgriff meine Hand: „Einen Kaffee? Sie können haben: Marke Herztod aus der Espressomaschine, oder auch ganz Normalen, den trinken unsere Damen. Milch gibt`s auch“. Als ich nicht sofort antworte, meint er: “Sie können aber auch schwarzen Tee haben, ist bei uns immer fertig“. Ich verkneife mir die Frage nach dessen Gefährlichkeit und nehme statt dessen einen Kaffee mit etwas Milch.

Ein Telefon klingelt und so habe ich die Gelegenheit mich etwas umzuschauen. Irgendwie will mir nicht in den Kopf, daß diese ungeschlachtete Erscheinung, daß dieser Mann mit den Armen und Händen eines Holzfällers, der so ganz und gar nichts Künstlerisches ausstrahlt, sondern viel eher den Eindruck eines Hufschmiedes, eines Berufsringers oder eines Bauarbeiters macht, daß er mit diesen Händen - : „So, ich bin gespannt wann das Ding das nächste Mal klingelt“, reißt er mich aus meinen Gedanken und in Richtung der soeben verstummten Maschine ruft er: “Heike, ich bin jetzt nicht mehr da, ja?“ „Aye, aye Sir“ tönt es munter zurück. „So“ meint er, „jetzt hab ich erst mal Ruhe, Heike, also das ist Frau Schmitz, sie hält mir den Rücken frei. Ist die Chefin hier vorne, macht Termine, kennt alle Kunden, macht den Versand, ist unsere Fachfrau für alles was vor und nach der Werkstatt kommt, und das ist eine ganze Menge. Ohne diese Frau bin ich tot, das ist jedes Mal eine Katastrophe, wenn sie Urlaub macht“. Ein sorgenvoller Blick huscht zum Kalender, das nächste Mal kommt ganz bestimmt!

„Sehen sie“ sagt er weiter, „wir sind hier noch ein richtiger Handwerksbetrieb. Wir haben keinem Laden und sind keine Händler, sondern leben noch ganz von der Werkstattarbeit. In unserem Betrieb arbeiten zur Zeit 12 Leute, alle fest. Dazu kommen dann noch zwei Aushilfen und eine Mitarbeiterin die zur Zeit Babyurlaub macht. Wir haben momentan zwei Lehrlinge, und in ungefähr vier Wochen werden 2 meiner Mitarbeiter den letzten Teil der Meisterprüfung ablegen, ebenfalls so erfolgreich wie die anderen Teile vorher schon. Hoffe ich,“ fügt er hinzu. „Damit hätten dann in diesem Jahr drei unserer jungen Leute, alles Eigengewächse, die Meisterprüfung im Goldschmiedehandwerk abgelegt“ fügt er mit sichtlichem Stolz hinzu. „ Eine unserer jungen Damen, hat hier ebenfalls die Lehre gemacht, hat die Prüfung aber an einer Fachschule abgelegt, die anderen beiden machen das neben dem Beruf. `Ne harte Sache, so was. Wissen sie, gute Leute sind einfach alles. Sie sind mein Kapital, ohne meine Leute bin ich nichts, gar nichts, und für die tue ich alles, sind mit das Wichtigste auf der Welt für mich. Ich kann gar nicht verstehen, was woanders so abgeht. Ich meine damit Entlassungen, Streik und so, oder der Ärger mit den Überstunden. Unsere, die muß man förmlich aus dem Bau prügeln, so als ob die kein Zuhause hätten. Die sind auch meist schon lange bei uns, 31 Jahre die Älteste, 28, 15,12,10, beinahe sichere Dauerarbeitsplätze, nicht war?“ er grinst mich an. Ich bin erschlagen.

„Sagen sie, eines verstehe ich nicht“ wende ich mich an ihn, „wo hier doch viele Leute arbeiten, wie können sie mit ihrer Firma hier existieren, hier am Stadtrand, ohne jeden Publikumsverkehr, da braucht es doch eine Menge Aufträge, denn die wollen doch alle bezahlt werden, gar nicht zu reden von all dem anderen?“ „Wissen sie“, nun lächelt er wieder, Qualität hat eben ihren Namen, muß ich ihn erst nennen? Unsere Kunden haben wir in ganz Deutschland und in vielen europäischen Ländern. Wir machen nämlich auch Dinge und Arbeiten, für die es nur sehr wenige, oder keine anderen Anbieter gibt. Aber“, nun wendet er sich in Richtung der Tür: “schauen sie doch selbst, wie unser Betrieb aussieht, keine Angst, kommen sie ruhig herein, in unsere Hexenküche!“

Wir betreten einen kleinen Durchgang. Hier ist der letzte Zentimeter genutzt. Kleberollen, Verpackungen, stapelweise Paketaufkleber, Packpapier, Messer, Scheren, Klebstoff - ein Tohuwabohu. Direkt dahinter summt und zwitschert es. „Das ist ein Ultraschall-Waschgerät, darin werden die verschmutzten Schmuckstücke gereinigt.“ Das Wasser in dem Gerät ist kohlrabenschwarz. Kaum zu glauben, aber Schmuck hat wohl auch etwas mit Schmutz zu tun. Ins Auge fällt mir eine sich drehende Trommel, in welcher irgend ein körniger Sand perlt, ganz so, wie in einem Zementmischer. Darüber hängt ein kräftiger Strahler, der eine Menge Wärme von sich gibt. „In dieser Trommel werden die glänzenden, gereinigten Schmuckstücke völlig fleckenfrei getrocknet. Früher machte man das mit FCKW, da wurde das leichtere Wasser verdrängt und das FCKW anschließend verdampft, aber ich habe immer die ökologisch einwandfreie Methode bevorzugt. Wäre auch zu teuer gewesen. Sehen sie, die Körner, das ist Mais- Granulat. Dieses Material hat eine unglaubliche Affinität zu Wasser. Die hier in der Trommel befindlichen drei oder vier Hände voll, können leicht einen halben Liter Wasser aufnehmen ohne daß die Trocknungseigenschaften dadurch verloren gehen“. Auf mein ungläubiges Gesicht hin, gießt er ein großes Glas Wasser in die Trommel. Sofort riecht es nach „Maizena“. Tatsächlich, Maisgeruch. Er rührt drei, vier Mal um und nun passiert etwas seltsames, das Körnermaterial wird immer mehr, fast fällt es schon aus der Trommel heraus. „ Das ist so, das Zeug wird einfach immer dicker durch das Wasser, trocknet aber genau so gut wie vorher“.

Wir gehen weiter. Zentrifugen, Transformatoren, ein Dampfkessel, eine rhythmisch klappernde Trommel, 2 große, grüne Poliermotoren - voll mit schwarzem Polierdreck, an einem der Motoren eine junge Frau. Sie dreht sich um, ein freundliches Lächeln huscht über ihr Gesicht, sie hat rabenschwarze Finger, in einer Ecke ein Fliehkraftschleifgerät, Magnetpolierer, Hand-u. Elektrowalze, Tresore, eine Toilette für Herren, endlich dann: Die Werkstatt! Heiland, wie sieht es hier aus! Dieser Raum hat etwas von einer Alchemistenhöhle, hier gibt es einfach alles, und das auf engstem Raum. Das Einzige was es anscheinen nicht gibt, ist ein freies Fleckchen. An zwei großen, merkwürdig geformten Tischen mit Schubladenunterbauten, sitzen Leute. Mein Blick fällt auf eine ein klein wenig füllige Blondine: „ Was machen Sie denn da Schönes?“ will ich wissen, aber ich werde keines Blickes gewürdigt und bekomme auch keine Antwort. Merkwürdig, eben schien mir hier noch ein ganz lockeres, fröhliches, ja familiäres Klima zu herrschen, und nun dies! „ Sie kann sie nicht hören“ löst Herr Wehpke die aufsteigende Spannung in mir auf, „wir beschäftigen auch Behinderte, und Frau Rosenstein ist gehörlos“, und er fügt hinzu: “Wir sind halt ein buntes Völkchen, Einer hört nichts, der Andere hat Übergewicht. Aber im Ernst, wir beschäftigen nach Möglichkeit immer auch behinderte Mitarbeiter. Das sind genau so gute Fachleute, wie die anderen. Auch Ausländer hatten wir schon viele, aus Afghanistan, Polen, Russland, dem damaligen Jugoslavien, Irland, aus der Türkei, Ukraine, was weiß ich noch von wo überall her. Ich hab die Firma vor über 30 Jahren gegründet, da vergißt man schon mal was.

Ich schaue einer anderen jungen Dame über die Schulter. Der Arbeitstisch, eine halbkreisförmig ausgeschnittene dicke Platte, hat unter der Aussparung eine große Lederschürze. Aha, denke ich, Gold ist ein teures Material, und so fällt nichts „unter den Tisch“ sondern es landet im Leder. Eigentlich logisch, oder? „Recycling“, so klärt mich mein Gastgeber auf, „ist überhaupt kein Thema für Goldschmiede, sondern vielmehr ein Teil ihres Selbstverständnisses. Die haben es nämlich erfunden. Nur das neumodische Wort Recycling, das ist von Anderen! Wissen sie, weggeworfen wird immer nur das was billig ist, alles andere hebt man auf. Wären manche Rohstoffe etwas teurer, hätten wir viel weniger Müllsorgen. Ein Goldschmied sammelt seine Abfälle, er sammelt den Kehricht, und er filtert sogar das Waschwasser noch aus. Ganz selbstverständlich für uns und außerdem gut für die Umwelt. Überhaupt kommt der ganze Dreck in der Welt nur von der Industrie. Alles wird verpulvert, als Billigware verramscht und anschließend weggeworfen. Und wenn es nicht mehr so richtig läuft, werden die Leute entlassen und man wendet sich profitableren Unternehmungen zu!“ Er hat sich richtig in Rage geredet und seine Augen blitzen vor Zorn. Ein Handwerker von der alten Sorte, denke ich, einer der nie begreifen wird, daß die Zeit sich ändert, ändern muß. Aber das war doch etwas vorschnell, wie sich zeigen sollte.

Aus dem Arbeitstisch, ragt aus der Mitte ein Brettchen hervor, an welchem die meisten Arbeiten durchgeführt werden. Dieses Brettchen, eine Art kleiner Tisch, dient als Anlegepunkt für Feilarbeiten, als Unterlage für Sägearbeiten mit der Laubsäge, es ist der feste Punkt beim Fräsen, Bohren, Biegen Löten, Schweißen, beim Schleifen, beim Schmirgeln, und, und und... Vor der Goldschmiedin liegt die größte und schönste Perle, die ich jemals gesehen habe und ein sogenannter Boulder-Opal, sowie einige kleinere und größere Brillanten. Sie sind sicher in einer flachen Blechwanne verankert, die mit klebrigem Wachs ausgegossen ist. So können die wertvollen Stücke nicht verloren gehen. „ Das wird eine ganze Garnitur für eine Kundin aus dem Norddeutschen Raum“, erklärt mir der Hausherr,“ die Teile sollen zueinander passen, also zusammen harmonisch tragbar sein, aber sie sollen nicht etwa gleich aussehen, also die Perle als Ring, die Perle als Anhänger und Perlen als Ohrringe. Hier sollen aus unterschiedlichen Materialien, zueinander passende Teile geschaffen werden, eine reizvolle Aufgabe für jeden Gestalter.“

Vor einem jungen Mann, einem der zukünftigen Meister, liegen zwei fast fertige Trauringe. Schon jetzt ist zu erkennen, eine ungewöhnliche Arbeit! Ein ganz schlichter Ring, im Querschnitt quadratisch, ist an einer Stelle um ein Viertel verdreht und verläuft von dort an wieder als quadratisches Material weiter. Verfolgt man nun eine der umlaufenden Flächen, ist man beim Abschluß er ersten Umrundung auf der Nachbarfläche derjenigen angelangt, von der man ausgegangen war und so fort. Eine Reise in die Unendlichkeit, wirklich ein tolles Symbol für Eheringe!

„Trauringe machen wir sehr viele“, höre ich den Chef sagen, “aber fast kein Paar wiederholt sich. Bei uns bekommen die Brautleute zunächst einen oder mehrere Entwürfe, dann erarbeiten wir zusammen ein Konzept. Als nächstes wird ein Modell gefertigt, meist aus Silber oder auch Kunststoff, und an diesem kann man dann die genaue Form festlegen. Erst dann beginnen wir die eigentliche Arbeit aus teurem Edelmetall. Während der ganzen Zeit hat das Brautpaar die Möglichkeit zur Einwirkung und Einflußnahme. Manchmal war das auch ganz lustig. Einmal haben wir tatsächlich eine Arbeit vollkommen umgekrempelt und ein völlig neues Modell gemacht. Diese Leute waren wirklich sehr unentschlossen. Aber der Erfolg gibt uns recht, nun sind über fünf Jahre vergangen und sie sind immer noch glücklich verheiratet! Auch die Ringe gefallen noch wie am ersten Tag“ schmunzelt er, „es war halt etwas teurer, aber das hat nicht weiter gestört. Bei uns bekommt eben jeder das, was er möchte und mancher sogar das, wovon er geträumt hat.“

Ein Niesreiz überkommt ihn und wird sichtlich stärker. Schließlich gibt er resignierend auf und kapituliert mit beträchtlicher Lautstärke. Nachdem das Tempotuch verstaut ist, fährt er fort:“ Auch für die hiesigen Vereine haben wir richtig tolle Sachen gemacht. Allein hier im Stadtteil Fischeln, werden sie beim Schützensilber zahlreiche Königsorden aus den letzten 25 Jahren finden, die ihnen sofort ins Auge springen. Richtige Handwerksarbeit noch, da haben wir uns natürlich besonders viel Mühe gegeben, denn diese Dinge sind schließlich Kulturgüter und überdauern die Jahrhunderte. Das kleine Silber des Bezirkskönigs, das ist auch von uns gefertigt worden. Genau wie die goldenen Ehrennadeln des VfR- Fischeln, alle von uns gemacht!“ Er wendet sich ab und prüft den Sitz eines großen, grünen Steines in einem Ring.

Mein Blick fällt auf eine gedrungene Maschine. Noch bevor ich fragen kann, kommt die Erklärung:“ Das ist eine Gießmaschine, auf der können wir zumindest theoretisch über 20kg Gold auf einmal vergießen. Aber unsere Ofenkapazität reicht nur für etwa 3 1/2 Kilo aus. Wenn man zum Beispiel mit dieser Menge Ringe gießen wollte, könnten wir ca. 350 Ringe auf einmal herstellen. Bei entsprechender Ofenkapazität wäre etwa alle 10 bis 15 Minuten ein Guß möglich“. „Aber das sind ja schon industrielle Größenordnungen“, werfe ich ein. „ Na, ja, wir können, wenn wir wollen. Wissen sie, heute ist das doch so: Unser Konkurrenz ist immer die Industrie, da muß man mithalten können, die Leute kommen mit industriell hergestellten Sachen und wollen etwas repariert haben, oder ändern lassen: Die vorherrschende Mode verlangt nach bestimmten Oberflächen. Oder auch die ganzen high-tec-Materialien, die kann man oft auf traditionelle Weise nicht mehr bearbeiten. Da hilft nichts, da muß man ran, da muß man mit“. Da ist was Wahres dran, denke ich. So ganz stimmt meine erste Einschätzung vom Handwerker von der alten Sorte, der hinter der Zeit herhinkt, wohl doch nicht.

Wir gehen in den nächsten Raum, das gleiche Bild. Eigentlich ist das wohl ein Aufenthaltsraum, aber da stehen auf diversen Regalbrettern unzählige Kleinmaschinen, Materialien, Vorräte und dergleichen. Über einem großen Kühlschrank, entdecke ich gar einen Luftkompressor. Ansonsten: Stühle, ein Tisch zum ausziehen, Mikrowelle, Spinde, ein Bild an der Wand, Fachzeitungen, eine angefangene Perlenkette, die auf einen neuen Faden wartet und eine verbeulte echt silberne Teekanne, die auf bessere Tage hofft.

Es nimmt kein Ende, noch ein Raum, eigentlich ein Räumchen. Hier herrscht die Neuzeit, hier herrscht das einundzwanzigste Jahrhundert. Mit einem Bick sehe ich, das hier, ist High-Tec pur! Herr Wehpke erklärt:“ Hier vor uns sehen wir vier Laserschweissmaschinen, von denen jede einen eigenen Leistungsbereich abdeckt. Auf der linken Seite, eine Mechanikerdrehbank, daneben steht ein Gerätekühler mit 80 Liter Wasserinhalt zum Kühlen der Induktionsspule der Schmelztiegelheizung des Gerätes daneben“ und damit deutete er auf ein weiteres geheimnisvoll anmutendes Gerät. „Das ist ein weiteres Gußgerät. Darin vergießen wir wahlweise unter Vacuum, Argon, Stickstoff oder Kohlensäure, also unter beliebigen Atmosphähren, alle Schmuckmetalle bis hin zu Platin oder auch Titanium. Genauso gut können wir aber auch Stahl oder andere Werkstoffe vergießen.“

Mir ist nach einem Kaffee. Diesmal nehme ich einen Espresso, Marke Herztod, wie Herr Wehpke so schön sagte. Und ich habe auf einmal so ein Gefühl, so ein Gefühl von Gemeinsamkeit oder so, ich weiß auch nicht so recht. Und dann laufen zwei der jungen Leute scherzend an mir vorbei, ich höre irgend Jemand „Heike“ rufen, registriere unterbewußt „aha, die Frau Schmitz“, höre das ewige Telefonläuten und ich fühle mich eigentlich so recht zu Hause. Eigentlich schade, schießt es mir durch den Kopf, hier hättest du auch arbeiten mögen...

 

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