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gs-im-schleudergang30°, 60° oder 95° mit oder ohne Weichspülen? Mit Vorwaschgang und Schleudern?

Hierbei könnte man glatt meinen, man stünde vor einem Toploader. Das einzige, was der Untertitel mit diesem Gerät allerdings zu tun hat, ist der Schleudergang. Es handelt sich um eine hoch entwickelte Technologie, welche vollautomatisch und ziemlich kompliziert abläuft. Wenn man die Schutzklappe öffnet, erinnert die darin befindliche Konstruktion stark an eine Zentrifugal-Testhalle für Astronauten. Das Prinzip ist das gleiche: 
Im Inneren, an der eigentlichen Zentrifuge, befindet sich ein Halter, in welchem sich ein Keramik- Schmelztiegel befindet. In diesen wird das zu schmelzende Edelmetall (Silber, Gold, oder Platin) gegeben. Bei Aktivierung fährt ein spiralförmig gebogenes Kupferrohr hoch, welches wassergekühlt, die induktive Spule zur Abstrahlung der zum Schmelzen erfordelichen Energie (7,5 KW) bildet. Der gesamte Prozess ist rechnergesteuert, so dass man nach den eingestellten Parametern nur noch abzuwarten braucht, bis die Maschine ihre Arbeit verrichtet hat. Drückt man, nachdem das Metall aufgeschmolzen ist und thermostatüberwacht warm gehalten wird, auf den berühmten Knopf, passiert Folgendes: Die Heizspule wird heruntergefahren, so dass der Tiegel frei steht, das er nicht mehr von der Spule umschlossen wird. Darauf hin setzt sich die Zentrifuge in Bewegung und das flüssige Metall findet durch die Kraft der Rotation seinen Weg in die vorbereitete Gussform. Die hohe Beharrungskräfte, die als radialer Druck wirksam werden, pressen das flüssige Material zuverlässig in die kleinsten Details der Form. Nachdem der Prozess abgelaufen ist, und man auch den massiven Deckel der Gussschleuder wieder öffnen kann, er verriegelt aus Sicherheitsgründen während der Dauer des Gießvorganges, wir die Form mit dem Material entnommen und zerstört, der Guss wird "ausgebettet". Deshalb wird diese Art der Gussherstellung, als Gießen mit "verlorener Form", oder als "lost form casting" bezeichnet.

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